MIA.

Kopfüber Tour 2019

Diese Veranstaltung ist Vorbei

Kopfüber Tour 2019

Bands mit einer starken Frontfrau sind inder deutschsprachigen Szene nicht mehr wegzudenken.

Man könnte meinen, es gab sie schon immer. Doch jemand musste den Anfang machen und die Musikindustrie überzeugen, dass das Konzept aufgeht. Dies übernahm die Berliner Elektropunk – Band MIA. 20 Jahre ist das inzwischen her. Die damals unbekannten Pioniere wurden schnell zu einem der heißesten Acts der Szene. Heute, zwei Jahrzehnte später, sind sie immer noch, was sie stets gewesen sind: eine grandiose Live – Band.

Alles begann im Jahre 1997, als sich in B erlin eine Schülerband gründete und durchstartete. Nach einigen

Namensänderung en nannte sie sich MIA. ,wohlgemerkt mit Punkt am Ende. Der Vorteil einer Buchstabenfolge

besteht darin, dass man ihr immer neue Bedeutungen geben kann. „Musik ist alles“, ist da vielleicht die

überzeugendste.


Doch ohnehin ließ damals, kurz vor dem Millennium, nicht der Name aufhorchen, sondern die Stimme der

Frontfrau mit dem seltsamen Namen „Mieze Katz“. Wer da ein poussierliches Tierchen vermutete, wurde schon

beim ersten Song eines Besseren belehrt: Diese Katze hatte Krallen und jede Menge Power. Das hat sich in all den

Jahren nicht geändert. Mit ihrer starken Bühnenpräsenz und positiven Ausstrahlung ist Mieze der Mittelpunkt

jeden Auftritts, musikalisch getragen und angefeuert von den Bandmitgliedern Andy Penn, „Bob“ Schütze und

Gunnar Spies. Die Show reißt mit und macht MIA. -Konzerte zu einem Event, das in Erinnerung bleibt.


Ende der 90er -Jahre war das alles neu. Und es kam beim Publikum an, zum Erstaunen der Industrie, wie sich

Mieze erinnert: „Als wir damals einen Plattenvertrag bekommen hatten, sagten viele: Na dann viel Glück. Aber

Geld verdienen könnt ihr damit nicht. Damals gab es keine deutschsprachige Band mit Sängerin als Frontfrau.“

Bekanntlich kam es anders: Die Musikwelt horchte auf und die Industrie fasste Mut. „Wir sind Helden“,

„Silbermond“ und „Juli“ profitierten davon und später indirekt auch Formationen wie „Frida Gold“ und

„Glasperlenspiel“. Spricht man die Musiker von MIA. heute auf ihre Vorreiterrolle an, heißt es bescheiden: „An so

was haben wir damals gar nicht gedacht. Wir wollten einfach nur unsere Musik machen.“ (Mieze) Etwas Stolz

schwingt aber mit.